Dienstag, 16. Dezember 2014

Vorweihnachtstage

♥♥♥


Liebe Leser, 
endlich schaffe ich einen neuen Post für euch.
Die Zeit vor Weihnachten ist einfach knapper bemessen als sonst, das weiß jeder, der professionell produziert, Geschenke selbst liebevoll herstellt und sich dann ab und an mit  Krankheiten, Terminen und anderen Sachen beschäftigen muss. 
Manche Menschen in meinem Umfeld raten mir, wenn sie mich so im Zeitdruck erleben, doch alles sein zu lassen, wie sie es schon seit Jahren praktizieren, das heißt:  keine Deko, keine Karten, keine Geschenke.
Also kein  Stress, aber auch keine Empathie und kein Bemühen für Andere.  

Nein, das ist nichts für mich, ich kann das nicht und das ist nicht das, was ich mir unter Weihnachten vorstelle. 
Das heißt nicht, dass ich Dekowahn, Geschenkewahnsinn  und Mega-Einkaufstouren toll finde.
Alles im Rahmen, wie es zu mir passt. 
Wie seht ihr das? 
Allein unsere Kinder lieben all die Rituale und freuen sich natürlich über diese und jene Überraschung. Und ich bekomme von lieben Menschen bereits jetzt so schöne Geschenke,
zum Beispiel das süße Schweinchen von einer lieben Freundin,


diese wunderschöne Wärmflaschenhülle von der lieben Claudia 



die traumhaften Flügel von meiner  lieben Dani, über die ich mich so gefreut habe,


Danke ihr Lieben!!!♥♥♥
Auch Karten kamen hier schon viele an, die zeige ich euch noch.


 Auch ich möchte Anderen eine Freude machen, es gehört für mich einfach dazu.


Deswegen vergrabe ich mich meist ganztags in der Nähstube!
Auch müssen die letzen Aufträge nach speziellen Wünschen unter Dach und Fach gebracht werden.










Und ich liebe es, das Haus mit all den Kleinigkeiten weihnachtlich zu schmücken, die ich seit Jahren besitze, oder neu erworben habe.







oder mir was Neues auszudenken, zum Beispiel die derzeitige Lieblingskarte in einen Rahmen mit Kunstschnee zu stecken..



oder mir noch zwei Flügel bei der lieben Christl zu bestellen




Vor allem ist es eine Riesenfreude, wenn man bei Blogverlosungen Glück hat und dieses so süße und seltene Köpfchen gewinnen kann, 



wie es mir bei der lieben Iris passiert ist, 
und bei Claudine habe ich das super praktische Swarovski Verzier Set gewonnen.


und bei Kasia schon im Herbst das Set mit Alpenmotiven, die im nächsten Jahr Verwendung finden; euch Dreien noch einmal ganz herzlichen lieben Dank!



Und auch wenn es derzeit hektisch zugeht und ich nicht dazu komme, überall einen Kommentar zu hinterlassen, so nehme ich mir doch abends die Auszeit, um bei Kerzenschein den Tag ausklingen zu lassen.


und mich ganz ganz herzlich für eure lieben und herzlichen Worte zur Inuitfamilie zu bedanken.
♥Danke ihr Lieben, euer Lob ist immer Ansporn und Freude für mich!♥

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In diesen Tagen wird mein Blog 6 Jahre alt. 
Eine lange und schöne Zeit, reich an Erfahrungen. 
Darüber aber ein andermal mehr!
Ich grüße meine stillen Leserinnen und Mailfreundinnen in Deutschland und im Ausland, , ich meld mich bei euch  dieser Tage, habt noch etwas Geduld mit mir!
Habt eine schöne vierte Adventswoche, mit lieben Grüßen, 



Donnerstag, 4. Dezember 2014

Neues aus der Werkstatt



Hallo liebe Leser,
zur Zeit mache ich mich mal wieder rar hier im Bloggerland, ich hoffe, ihr verzeiht es mir, aber die letzten Aufträge für Weihnachten wollen eben noch genäht werden.
Da möchte ich euch heute einen schönen Auftrag zeigen, der vorgestern fertig wurde.
Inuits  habe ich ja schon öfter genäht und so ist jetzt wieder einmal diese Familie entstanden, hier habe ich viele Stunden  von Hand genäht und bestickt, gefilzt und betüddelt, eine lange Arbeit, mit ganz viel Herzblut, und ich selbst finde, sie ist richtig schön geworden.







Das Baby liegt in einem Schlafsack, der an einen Fellsack erinnern soll, es kann aber auch keck aus Mamas Kapuze hervorlugen.







Heute gehen sie auf die Reise zu ihrem neuen Zuhause!

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Da ich gerade so Lust hatte und noch Filzschnur übrig war, entstand ein Inuit Kugelwichtelchen.
Es ist schon vergeben, aber ich werde davon sicherlich noch welche machen, Inuits können nämlich auch noch gut nach Weihnachten in der Deko stehen ;O)






mit meinem Santa bedanke ich mich erstmal herzlich für die lieben Kommentare zu meiner Jackengeschichte, schön, dass sie euch so gefallen hat.


Weiter geht es in der Werkstatt und ich schicke euch ganz liebe Grüße!!





Sonntag, 30. November 2014

Die schwarze Samtjacke


Eine Geschichte aus meiner Familie, nacherzählt von mir.


Der Himmel verfinsterte sich.
Ein scharfer Wind zerschnitt die schwüle Luft, die seit dem Nachmittag an diesem Spätsommertag 1944 wie eine Glocke über dem engen Flusstal lag, und schob dunkle Wolken über die trockenen  Weinberge. Der alte  Nussbaum im Garten meiner Großmutter erzitterte bis in die Wipfel unter dieser Böe und ließ vor Schreck die ersten trockenen Blätter leise zu Boden rieseln. Wie eine Decke aus gelben Dachziegeln deckten sie am Fuße des Baumes den verwitterten Weg zu.
Ein fernes Donnergrollen  verwob sich  mit dem sanften Schlag der Kirchturmuhr und wehte von der kleinen Stadt  in den Garten am Fluß.



Erschrocken richtete  sich meine Großmutter auf, war es denn schon so spät? Sie wischte sich die erdverkrusteten Hände an der hellblau geblümten verwaschenen Kittelschürze ab, und strich sich müde eine Haarsträhne aus der verschwitzten Stirn.
Ihr Herz war schwer. Am Morgen hatte ihr der Kommandant einen zerknitterten Brief übergeben, in dem mit dürren Worten geschrieben stand, dass ihr ältester Sohn in Frankreich bei einem Gefecht verwundet und in Gefangenschaft geraten war; wie lange er dort in dem Lager bleiben musste, war völlig ungewiss und die Sorge um ihr Kind trieb ihr erneut die Tränen in die Augen.
Der elende Krieg dauerte nun schon mehrere Jahre, und sie war verzweifelt, wie es weitergehen sollte. Sie dachte an ihre beiden Mädchen, die noch zuhause waren, und riss sich zusammen.
Sie wischte sich energisch über die Augen und packte den schweren Kartoffelkorb, der unter der Last ächzte und knarrte, und schleppte ihn zu ihrem alten Fahrrad. Die Ernte war bescheiden, der Sommer war zu trocken gewesen und sie konnte den Garten unten am Fluss nicht so bewirtschaften, wie sie es früher getan hatte.

Der Korb war dennoch so schwer, dass sie das Fahrrad kaum halten konnte, so schob sie es durch die alte verwitterte Gartentüre, deren  rostiges Schloss sich  nur mit Mühe abschließen ließ.
Inzwischen hatte sich der Wind  gedreht und  wirbelte den  Staub auf dem Feldweg in tanzenden Kreisen vor ihr her, er stob ihr ins Gesicht, so dass sie kaum sehen konnte. Der Donner verstärkte sich und am Horizont sah sie das Wetterleuchten, die Wolken verfärbten sich  ins gelblich-grüne und ihr wurde Angst und Bange, sie musste so schnell wie möglich nach Hause.

Sie schlug den Weg zum Schloss ein und schob ihr Fahrrad mit großen, weit ausholenden Schritten, obwohl ihr der Schweiß auf der Stirn stand und sie vor Anstrengung keuchte.
Eigentlich wollte sie das Schloss meiden, denn dort waren seit ein paar Wochen die alliierten Truppen eingezogen; es hieß, sie hausten dort recht wild und ungebärdig und sie hatte Angst, trotz der einsetzenden Dämmerung gesehen zu werden.

Am Schloss angelangt, drückte sie sich ganz nah an das alte Gemäuer, um im Schatten des Gebäudes ungesehen vorbeihuschen zu können. Oben brannte Licht, und man sah einzelne Gestalten  durch die hell erleuchteten Fenster wild gestikulieren.  Da hörte sie, wie unvermutet ein Fenster geöffnet wurde und lautes Lachen zu ihr hinunter schallte. Sie drückte sich in eine Mauernische und zog das Rad wie ein Schutzschild zu sich heran. Ein paar Kartoffeln kullerten aus dem Korb und ihr Herz schlug ihr bis zum Halse, der Atem stockte und sie wagte kaum mehr zu atmen.
Plötzlich fiel ein dunkles Bündel genau vor ihre Füße. Das Fenster wurde mit lautem Schlag geschlossen und die Stimmen verstummten.

Was war das, was war dort aus dem Fenster geworfen worden? Sie lehnte das Fahrrad an die Mauer und bückte sich vorsichtig. Es war Stoff, weicher, samtiger Stoff, lieblos zu einem Bündel geschnürt und achtlos in den Dreck geworfen. Meine Großmutter traute ihren Augen nicht, als sie das Gebinde zu sich heranzog. Es waren tatsächlich die schwarzen  Samtvorhänge aus dem Schloss. Im zuckenden Licht der Blitze, die sich jetzt über die kleine Stadt legten, erkannte sie den feinen Stoff und war fassungslos. Hatten die Barbaren es gewagt, sich an der Einrichtung zu vergreifen?!
Blitzschnell überlegte sie, was sie nun tun sollte. Sie zerrte das Bündel weiter zu sich in den Schatten und zog eine lange Bahn aus der Verschnürung heraus. Hastig faltete sie sie  zusammen.
Was für ein Glück, dass sie unter der Schürze noch Platz hatte; sie stopfte sich das Samtbündel darunter und schnürte alles mit der Schnur unter der Taille zusammen. Nun musste sie sich sputen, damit sie keiner sah, die ersten schweren Tropfen fielen auf sie herab und wehmütig fiel ihr Blick auf den Rest des Stoffes, der nun seinem Schicksal geweiht war.
Als sie den Hof erreichte, schüttete es bereits  wie aus Kübeln, aber sie war so aufgeregt, dass sie es überhaupt nicht spürte. Sie schlich sich mit ihrer kostbaren Fracht schnell in ihr Stübchen hinauf, ohne sich umzusehen, denn das schlechte Gewissen hätte man ihr sicherlich angesehen.
Oben sammelte sie sich, strich sich die nassen Haare glatt und erschien trotz allen Kummers, den der Tag ihr gebracht hatte, einigermaßen gefestigt in der Wohnküche.

Am nächsten Tag, als wieder alle im Weinberg und in der Baumschule waren, wusch sie heimlich den Stoff, hängte ihn zum Trocknen in den hintersten Winkel des Dachbodens und überlegte, was sie daraus  schneidern sollte. Eine Jacke sollte es werden, eine schwarze Samtjacke für den sonntäglichen Kirchenbesuch. Sie trennte eine alte verschlissene Kostümjacke auf und nahm den Schnitt auf altem Zeitungspapier ab. Mit der uralten Maschine kurbelte sie die Nähte, das Futter aus alter Seide nähte sie von Hand ein. Noch ein bisschen hier und dort verschönert, und dann war sie fertig, die schwarze Samtjacke.






Jahrelang hat sie es niemandem erzählt, wo sie den Stoff her hatte. Erst später weihte sie angeblich meine Mutter ein, auch nach ihrem Tod munkelte man in der Familie, wie es gewesen war oder sein könnte. 

Die Art und Weise, wie meine Mutter aber genau diese Jacke in Ehren hielt, und sogar mir vererbte, lässt aber darauf schließen, dass es so oder so ähnlich gewesen ist.
Wer weiß das schon, in diesen schweren Kriegsjahren, was wirklich geschah?
Und wer will es wirklich so genau wissen?

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Meine lieben Leser, ich wünsche euch einen wunderschönen 1.Advent! 
Das hier ist mein Kranz, ich habe mit allem Vorhanden aufgeschmückt, er steht in einem Drahtkorb, so kann man ihn auch woanders hin transportieren.




und auf der Terrasse habe ich gestern alles fertig gemacht:






 und mein kleines Lieblingsengelchen, das schon ganz alt ist, 
darf auch wieder in seinem Gärtchen wohnen.


Habt es schön, und gemütlich, ich schaue später bei euch vorbei, ganz liebe Grüße, 
eure Cornelia