Donnerstag, 29. Juli 2010

3 Tage in meiner Heimatstadt- 2.Teil


hallo Ihr Lieben...
wenn ich aus dem Fenster den strömenden Regen betrachte, dann bin ich so froh, dass ich meine Heimatstadt Biberach/Riss in diesem strahlenden Hochsommerlicht erleben durfte; das passende "Schützenwetter" wie der Biberacher sagt... am traditionellen Schützenfest, dem sehr bekannten historischen Kinder-und Heimatfest, muß es heiß sein! Richtig heiß!
Und das war es auch, sehr sogar; der Stadtrundgang war aber umso schöner, denn meine alte Heimat zeigte sich im schönsten Festtagskleid!




Wie viele Erinnerungen! So viele alte bekannte Ecken, dennoch so viel Neues... alle Gebäude renoviert, die alten Kaufmanns- und Patrizierhäuser in voller Pracht..









Teil des Marktplatzes mit Rathaus mit der Ehrentribüne für die Umzüge


ja, Biberach ist eine wohlhabende Stadt, und der Marktplatz ein Zentrum des fröhlichen Treibens. Die pulsierende Stimmung des Schützenfestes sprang sofort auf mich über! Wie viele Jahre habe ich selbst an den historischen Umzügen teilgenommen, in den alten Originalkostümen der Rennaissance-Gruppe, als Weber oder Gerber, und wenn man lange Jahre ein Teil dessen war, erinnert man sich gleich wieder an die Fröhlichkeit und die Atmosphäre des wichtigsten Festes der Oberschwaben!
Herrlich!

Hier zeige ich euch ein paar Eindrücke dieser wirklich sehr sehr schönen ehemals freien Reichstadt!




Blick vom Aufstieg zum Gigelberg, dem "Kirmesplatz"

Vorbei an den renovierten Häusern des ehemaligen Weberviertels

Der "Weiße Turm" eins der Wahrzeichen der Stadt; er spielte eine wichtige Rolle im 30- jährigen Krieg




Ich habe ein Zimmerchen mitten in der Stadt gemietet, um schon morgens die Spielmannszüge und Trommler zu hören, die überall ihre "Ständchen" spielten!
Da kribbelt es einem echten "Biber" gleich in der Magengrube!
Nach ausführlichem Stadtrundgang mit AHA-Effekt--- "Rosali ist auch hier angekommen"






und kleinem Rosenshopping , seht nur den wunderschönen Stoff, den ich gekauft habe, mit der Rosenkerze...




und der traumhaften Stockrose, die mitten in der Stadt wuchs... ist sie nicht unglaublich schön?....




gings nachmittags schon zum Jahrgängertreffen.
Was für ein "Hallo" das war, könnt ihr euch vorstellen! Einfach sagenhaft, wie wenig sich manche verändert haben, wie schnell man wieder im Gespräch ist, wie interessant so manches Leben bisher verlaufen ist!
Einige habe ich 30 (!!!) Jahre nicht mehr gesehen aber sofort wieder erkannt!
Der Jahrgängerumzug durch die Stadt wurde leider durch ein Gewitter beeinträchtigt, aber die Zuschauer am Straßenrand ließen sich nicht davon abbringen, uns über und über mit kleinen Geschenken zu behängen!


Die Feier am Abend war der Höhepunkt, mit meinen beiden besten Freundinnen aus der Abizeit haben wir bis morgens früh getanzt, gelacht, gefeiert! Herrlich!


Schützensonntagabends feiert dann die ganze Stadt den "Tanz auf dem Marktplatz"-- bei wunderschönstem Wetter habe ich nochmal so viele alte Bekannte getroffen, ich hätte noch ewig bleiben können, um alles in mich aufzusaugen und mich wieder so richtig heimisch zu fühlen!




Ja... Heimweh kam schon auf... wie immer im Leben verklärt man auch die Vergangenheit, und sehnt sich nach dem, was man gerade nicht hat und von dem man sich etwas vorstellt, was vielleicht in der Realität auch nicht immer so rosig wäre.. dennoch sind alle traurigen Erinnerungen von früher wie weggewischt gewesen, und vermischte sich nur mit Wehmut, soooo weit weg zu wohnen!



Warum traurige Erinnerungen?

Ja, wo Licht ist, ist auch Schatten, und der nächste Tag war dann doch recht traurig, als ich am Friedhof nach meiner Familie schaute, die ich sozusagen im 10-Jahres-Rhythmus verloren habe.. erst die Schwester, dann den Vater, dann die Mutter...




da liegen sie und es gab mir mehr als einen Stich mitten ins Herz. Mit wirklich traurigen Gedanken bin ich noch zum ehemaligen Elternhaus gefahren, das nun auch schon seit 15 Jahren in Fremdbesitz ist und irgenwie fremd, ungepflegt und abweisend auf mich wirkte.




Ich bin damals, vor fast 50 Jahren, am Einzugstag geboren, und meine Mama wäre bei meiner Geburt fast an einer Lungenembolie gestorben...das kommt einem alles so in den Sinn!

Blick vom Friedhof auf die Felder


Danach war es allerhöchste Zeit, auf andere Gedanken zu kommen und ich startete durch das herrliche Allgäu bis nach München, wo ich mich mit einer noch weitgehend unbekannten bloggerin getroffen habe, die mir ein sensationelles Geschenk machte, aber davon morgen mehr!
Ihr dürft gespannt sein, um was es sich handelt!!!

Danke für euer Interesse und eure lieben Kommentare!!

Bis morgen herzlichst, cornelia

Kommentare:

  1. vielen Dank für die schönen Bilder aus Deiner Heimatstadt liebe Cornelia! Eigentlich liegt Biberach ja direkt vor meiner Haustür, trotzdem kenne ich es eigentlich viel zu wenig.
    Das Dir lustige und auch traurige Erinnerungen bei so einem Besuch in den Sinn kommen, ist eigentlich vöölig logisch, wem würde es nicht ähnlich ergehen?!
    Ich habe es da doch sehr gut, habe ich doch in den letzten 25 Jahren nie weiter als ca.30km von meiner Geburtsstadt entfernt gewohnt.

    LG
    Gabriele

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  2. Das ist ja richtig spannend was du alles erlebt hast.Ich kann mir gut vorstellen, dass da alte Erinnerungen wach werden und man ins krübeln kommt. Aber es ist wie mit allem man muß loslassen können auch wenn es noch so schwer fällt, ganz schlimm ist es allerdings bei der Familie.
    Ich wünsche dir noch einen schönen Tag und grüße dich ganz lieb Annerose

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  3. Liebe Cornelia,
    ich finde es sehr wertvoll, dass Du Dich auf die Spuren Deiner Vergangenheit begeben hast. Auch wenn manches schmerzt, es tut irgendwie gut, solche Schritte zu machen.
    Ganz lieben Dank für die schönen Eindrücke aus Deiner Heimat und die liebevollen Erläuterungen.
    Das ist wieder ein ganz besonderer Blog-Eintrag!
    Herzliche Grüße,
    Gabriele.

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  4. Wunderschöne Bilder hast du da mitgebracht. Die alten restaurierten Häuser sind ja wirklich traumhaft. Und auch die Stockrose ist mir gleich ins Auge gesprungen. Sie blüht wirklich prächtig.
    Ich kann mir gut vorstellen, wie da Heimatgefühle wach werden. Zum Glück wohnen meine Verwandten hier in der näheren Umgebung und auch unsere Kinder sind (noch) sehr heimatverbunden.
    Bin sehr gespannt, was du morgen zu berichten hast.
    Liebe Grüße
    Gertrud

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  5. Danke für die Eindrücke, die schönen als auch die traurigen.
    Liebe Grüsse
    Barbara

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  6. Wirklich herrliche bilden......
    Um für immer von zu geniessen...
    Feine abend

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  7. Irgendwie brauchts da gar nicht vieler Worte.
    Wenn man Deine Zeilen liest,
    fühlt man irgendwie mit.
    Zumindest geht es mir so.
    Danke für den 2.Teil!
    Schönen Wochenendstart..lg von Luna

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  8. Ach liebe Cornelia, das war ja eine richtige Achterbahn der Gefühle, zum einen das wunderschöne Klassentreffen verbunden mit dem Wiedersehen deiner besten Freundinnen und einer durchtanzten Nacht, dann das Grab deiner Familie und das Dir fremd gewordene Elternhaus.... nun das muss natürlich erst verarbeitet weren.Aber hier arbeitet die Zeit für sich und ich denke das Du genug Ablenkung hast oder Dir suchst... ich denke da so an ein paar kleine Piraten oder Meerjungfrauen, oder, oder lach!!!
    Auf jeden Fall wünsche ich Dir ein wundrschönes Wochenende vielleicht zündest Du ja deine wunderbare Duftkerze mal kurz an!!
    ganz liebe Grüße
    Marlies

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  9. Liebe Cornelia, was für ein malerisches Städchen, in dem du aufgewachsen bist! Wunderschöne Bilder, ich danke dir dafür. Dass auch Wehmut und Traurigkeit hinzukommen, ist (wie es ja auch in den anderen Kommentaren steht) in diesem Fall ganz klar... vor allem, dass du offenbar sehr früh deine Schwester verloren hast, hat mich sehr berührt... Ich hoffe dennoch, dass die positiven Erinnerungen überwiegen!
    Alles Liebe, herzlichst Traude
    PS: Am Wochenende starte ich meine Bloggeburtstags-Verlosung - vielleicht hast du ja Lust, dabei zu sein !?!?! :o)

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  10. Hallo du Liebe, ich nochmal! Danke für deinen total erfreulichen Kommentar! :o) Was die Verlosung betrifft: die befindet sich gerade "in Vorbereitung", komme vermutlich erst am Sonntag dazu, sie zu posten - vielleicht aber auch schon morgen, mal sehen. Ich werde sie aber wegen der Urlaubszeit ohnehin 1 Monat lang laufen lassen, also besteht kein Grund zur Eile ;o) Lieb jedenfalls, dass du mitmachen willst - auf bald also, GLG Traude

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  11. Hallo Cornelia,
    deine Reiseberichte habe ich aufmerksam verfolgt - es ist wunderbar, dadurch schönen Städt kennen zu lernen - und deine Wehmut kann ich sehr gut verstehen - wenn man nach langer Zeit "nach Hause" kommt und die ganzen Erinnerungen auferstehen....
    du hast ja schon sehr früh viel Leid erleben müssen -
    euer Jahrgangstreffen war sicher sehr interessant - ich fand das auch damals bei uns - einfach zu hören, was aus den Einzelnen geworden ist -
    und das mit eurem Haus hab ich auch erleben müssen - tut irgendwie weh -
    die Stockrosen und das Rosenshopping erfreuen dann wieder das Gemüt -
    ich wünsche dir alles Liebe - Ruth

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  12. da kommen mir die Tränen...
    Das war ja ein Wechselbad der Gefühle...und das in der kurzen Zeit...ich drück Dich
    Liebe Grüße
    alex.

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  13. Ach liebe Cornelia, ich kann dein Heimweh gut verstehen!! Ja und mit dem Elternhaus verbindet man viele Kindheitserinnerungen.... schwer dies loszulassen!

    Sei herzlich gedrückt ♥
    Alles Liebe
    Christel

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