Dienstag, 26. Oktober 2010

Känguruhgeburt in den Zeiten der Cholera


Gestern Abend habe ich wirklich mit mir gehadert. Ich habe den ganzen Abend das Känguruh genäht, das für den Sohn der lieben Kiki das Ersatzkuschelkänguruh werden soll; danach habe ich im TV einen so deprimierenden Film über Hunger und Katastrophen in der Welt gesehen - ob Indien, Amazonasgebiet oder Haiti, wo nun auch noch die Cholera ausgebrochen ist, dass ich mir echt schäbig vorkam, über sowas wie ein genähtes Känguruh posten zu wollen.... als ob das wichtig wäre...in dieser Welt, wo jede Sekunde wieviel tausend Kinder verhungern.
Was für eine grausame Erkenntnis, dass trotz der vielen Spenden- auch von mir- sich in Haiti bis jetzt fast nichts verändert hat und die Menschen sterben...

aber ich habe heute morgen dann gedacht, dass für die schlechten Nachrichten, die wir jeden Tag mehr oder weniger sehen und lesen (wollen), die Zeitungen zuständig sind und so ein blog eine kleine heile Welt in unserem individuellen Universum darstellt, die es auch zu erhalten gilt, die uns allen vielleicht ganz gut tut, und auf der es eben über die Geburt eines Känguruhs zu berichten gibt.

Ich verschließe die Augen nicht vor dem Elend, aber ich mag auch nicht mit dem erhobenen Zeigefinger dastehen.

Deshalb hier mein kleiner Beutelhüpfer, der für ein liebes Kind- sehnlichst erwünscht- das Original zu ersetzen sucht!
Verschollen: das kleine Original....



Ich hatte so meine Probleme, einen Schnitt zu finden, bis wir uns auf das Eichhörnchen aus dem Tildabuch geeinigt haben, das- mit großen Ohren- doch ganz original Känguruhisch rüberkommt, oder nicht? Sehnlicher Wunsch: rosa Bauch und hellblauer Pullover!




In diesem Sinne wünsche ich euch einen ganz schönen restlichen Dienstag, Posted by Picasa


Kommentare:

  1. Hallo Cornelia,
    schön finde ich die Idee das Eichhörnchen zum Känguruh umzufunktionieren. Sehr gut geworden.
    Den Film über den Hunger habe ich gestern leider nicht gesehen, aber er kommt heute nochmal auf Phönix, Ich will ihn auf jeden Fall schauen und auch aufnehmen. Ich bin ja im Eine Welt Laden tätig und wir spenden jedes Jahr ganz viel Geld, veranstalten jede Menge Feste und Aktionen und sammeln immer Geld für hungernde Menschen, aber wir wissen auch alle, dass unser Engagement nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Aber es heißt ja, wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Schritte tun, können sie das Gesicht der Welt verändern. Also geben wir nicht auf und kämpfen weiter gegen den Hunger in der Welt an.
    Liebe Grüße Annerose

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  2. Hola he visitado su blog y me ha gustado mucho sus trabajos
    Saludos desde La Linea:Mayte

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  3. Liebe Cornelia,

    an dir ist echt eine (Zauber)Künstlerin verloren gegangen. Da zauberst du mal eben ein knuffiges Kängeruh...

    Und ja, die erschütternden Nachrichten und das Elend dieser Welt können wir nicht ausklammern. Aber im Rahmen unserer Möglichkeiten versuchen wir zu helfen. Gerade jetzt vor Weihnachten werden wieder die ganzen Spendenaufruf-Aktionen kommen. Ich gebe auch gern, vor allem jedoch vor Ort. Wie schon im letzten Jahr werde ich wieder Schränke und Kisten durchsehen nach Wäsche und Kleidung, die unsere Familie (einschließlich der meiner Schwester) hergeben kann. Die kommen dann in Hände, von denen ich weiß, dass Bedürftige sie auf jeden Fall erreichen.

    Und ja, dein Püppchen hat mir echt den Tag erhellt.

    Von Herzen

    Anke

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  4. HAllo Cornelia, toll ein Hörnchenkängeruh, es ist Dir ganz wunderbar gelungen und sieht so knuffig aus, ganz sicher ist es ein wunderbarer Ersatz!! Hast Du sogar einen Kapuzenpulli genäht oder ist das ein Schal? Ich kann es leider nicht so genau erkennen.
    Liebe Cornelia auch ich habe für die Kinder in Haiti gespendet und bin auch sehr mitgenommen über den Cholera-Ausbruch, aber dort wo Geld wirklich alles ist, musste man damit rechnen, das über kurz oder lang eine weitere Katastrophe folgen musste!! leider sind es wie immer die Kinder die am meisten leiden müssen!! Aber deshalb und gerade deshalb ist dein Post doch auch ein Aufruf an Alle sich mit diesem Thema ein wenig zu beschäftigen, allein auch durch das Lesen!! So seh ich das jedenfalls und sage Dir, das Du ganz sicher etwas damit erreicht hast!
    ganz liebe Grüße
    MArlies

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  5. iiiiiiissssss daaaaaasssss süüüüüüßßßß!
    und hömma, keinem menschen auf dieser welt ist geholfen, wenn wir NICHT über unsere alltäglichkeiten posten. aber manchem, von dem wirs vielleicht gar nicht wissen, IST damit geholfen, indem wir ihm vielleicht ein lächeln in die seele zaubern, wenn ers grad am nötigsten hat. hau, ich habe gesprochen.

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  6. Das ist Dir ganz wunderbar gelungen!!! Sooo süß!!!

    Das größte Problem sind of die Regierungsapparate der betroffenen Länder. Haiti hat so viele Spendengelder erhalten, große Teile versickern im korrupten Regierungsapparat, viele Hilfsorgisationen gelangen nur durch "Schmiergelder" an wichtige Hilfgüter, die z. B. monatelang im Hafen von Port-au-Prince in Containern liegen, während die hilsbedürftigen Menschen sie dringend benötigen. Naja, Hauptsache die da oben haben immer den Bauch voll. Es ist wie überall, ... JEDES Land wird von Lügnern und Betrügern regiert ... das eine trifft es schlimmer, das andere weniger schlimm.

    Sei lieb gegrüßt
    Anne

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  7. Liebe Cornelia, Gott sei Dank gibt es in unserem Alltag noch die kleinen und großen erfreulichen Momente, die uns positiv stimmen. Zu einem wirklich großen Moment gehört die Freude, die Du dem Beschenkten mit dem süßen Känguruh machst, so super ist das geworden, so toll in den Farben und so kuschelig. Chapeau!
    Schön, dass es Dir wieder besser geht, ganz liebe Grüße
    Gabriele.
    PS.: Weihnachten ist bei mir rot / grün. Die weißen Farben von Eis und Schnee sind kalt genug.

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  8. das Kind wird das süße Känguruh lieben, eine wundervolle Arbeit und man sieht das so viel Liebe darin steckt

    herzlichst Barbara

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  9. Was für ein süßes Kängeruh. Die Augen eines kleinen Kindes werden strahlen. Das ist doch etwas ganz schönes, liebe Cornelia. Wir ändern nichts an das schlimme Schiksal vieler Menschen, wenn wir Trübsal blasen. Viel wichtiger ist es, dass unser gespendetes Geld auch dort ankommt, wo es gebraucht wird. Aber der korrupten Regierung solte jegliche Freude am Leben genommen werden.
    Liebe Grüße, Chrissi

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  10. Das Känguruh ist dir seeehr gut gelungen! Mir gefällts!!

    Ich bin zwar auch keine, die die Augen bzgl. Armut-Hunger-Krankheit-Elend verschliesst, aber alle Menschen und alle Tiere werden wir niemals retten können. Und man sollte sich da nicht verrückt machen. Die oberen Zehntausend sollten sich da eher Gedanken machen und auf Einiges zum Wohl des Volkes verzichten. Aber tun sie es? Ehrlich - ich glaube NEIN!

    Schöne Grüße, Barbara

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  11. wie niedlich, durch die grossen Ohren sieht das Kängeruh goldig aus.
    LG Lesley

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