Montag, 8. April 2013

Das Gesetz der Stärkeren



Hallo Mädels,
sieht man sich in der Welt um, so kommt man leider oft zu dem Schluss, dass sich offensichtlich nur der Stärkere durchsetzt; der, der es am raffiniertesten und skrupellosesten anstellt, um zu seinem Ziel zu kommen, egal was es kostet und wer dabei zu Schaden kommt... mit lautem Geschrei, Aufgeplustere und Rücksichtslosigkeit nur auf seinen Vorteil bedacht, zieht der vermeintlich Stärkere sein gemeines Vorhaben durch, wie gesagt, ohne Rücksicht auf Verluste.

Was ich damit meine?

Nun ja, seit Wochen haben wir beobachtet, wie Amseln nahe unserer Hauswand ein wunderschönes großes Nest in der Kiefer bauten, liebevoll sammelten sie alles an Stöckchen und Blättern, was sie neben den Schneemassen so fanden, bald wurden Eier gelegt und die Amselmutter begann zu brüten.
Vorgestern dann kamen mit lautem Geschrei, dickem aufgeplustertem Gefieder und mächtigem Imponiergehabe zwei Elstern (wir haben leider unglaublich viele Elstern hier) und räuberten das Nest aus. Erst erkannten wir gar nicht, warum beide Amseln so fürchterlich schrien und völlig aufgelöst im Geäst herumhüpften, bis die Elstern aus dem Baum los flogen, da war es uns klar, was passiert war.

Das Nest wird nicht mehr angeflogen, die Amseln sind weg und gestern beim Gartenrundgang fand ich dann die kaputten Eierschalen.... alle Eier waren aufgepickt und kaputt.



Ich muss sagen, sowas geht mir wirklich nahe; die Amseln tun mir so Leid,...vor allem aber auch deswegen, weil es die letzten Jahre immer wieder vorkommt und mir mal wieder klar macht, dass es im Leben wirklich rauh und rücksichtslos zugehen kann.
Vielleicht brüten sie doch nochmal, ich würde es mir wirklich wünschen. Die Elstern und Raben sind hier übrigens eine echte Plage, sie räubern und zerstören hier mächtig viel!

Wenigstens die Bienen kamen gestern voll auf ihre Kosten, sie haben sich richtig auf die Krokusse gestürzt, -- war das ein Summen und Gewusel. Solche Frühlingsgeräusche sind mir wahrlich lieber.






Gestern Abend wurden wir dann noch mit einem der Sonnenuntergänge belohnt, die es vor allem im Frühling und Herbst gibt...


der Blick aus meinem Nähstübchen war wieder einmal sehr romantisch.

Zum Schluss habe ich noch eine ZEN-Weisheit aus meinem literarischen Gartenkalender für euch:

Stillsitzen,
Nichtstun-
der Frühling kommt 
und das Gras
wächst von allein.

Eine schöne neue Woche für euch, meine lieben Leser, 









Kommentare:

  1. Jaaa liebe Cornelia, so etwas geht mir auch richtig auf Gemüt, ich bin dann auch richtig traurig, wenn ich das sehe. Hier gibt es nicht so viele Elstern, wir haben eher ne ganze Menge Bussarde, aber bis lang hatten wir im Garten immer Glück, da wir einen weiten Dachüberstand haben und große Dachbalken, können so kleine Piepmätze wunderbar ungestört dort nisten.

    Liebe Grüße
    Marita

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  2. Liebe Cornelia,

    diese Elstern sind wirklich ganz, ganz gnadenlose Räuber, ich habe das auch schon sehr oft beobachtet, leider!
    Aber so ist das Leben nun einmal, ein ewiges Geben und Nehmen, leider nicht immer sehr gerecht, aber so ist eben der Lauf der Dinge!
    Dein Sonnenuntergang ist wirklich wunderschön, bei uns war es bisher immer noch sehr betrüblich und wenig Sonne (sie hat sich ganz oft hinter einem grauen Schleier verborgen).

    Ich grüße dich ganz lieb
    Bianca

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  3. Liebe Cornelia
    wir haben hier auch eine Menge Elstern. Sie fliegen immer zu den Mülltonnen und wenn sie fertig gewütet haben liegt der Müll zerstreut herum.
    Allerdings habe ich live noch nicht eunen Nest znd Eierraub miterlebt wie Du jetzt. Ja, die Natur ist hart...und die Menschen sind am Schlimmsten...
    Deine Blumenbilder mit den Bienen sind wunderschön!!
    Schicke Die gaaanz liebe Grüße und fühl dich gedrückt.
    Lina

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  4. Liebe Cornelia,
    nachdem mein Sohn und ich im letzten Jahr eine brütende Amsel über einige Zeit in unserer Hecke beobachten konnten, kann ich verstehen, dass Dich das sehr mitgenommen hat. Wir haben auch Elstern im Garten und wenn sie zur Brutzeit hier fliegen, dann ist das Gezeter immer groß und die Amselmännchen fliegen regelrechte Attacken gegen die Elstern. Dennoch, das ist die Natur, wie sie nun mal ist. Die Elstern handeln nach ihrem Instinkt, die Amseln nach ihrem. Das schlimmste und wirklich rücksichtslose Tier, und das bei vollem Bewusstsein, das sind wir Menschen!

    Ganz liebe Grüße, Birgit

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  5. Liebe Cornelia,

    das ist wirklich traurig mit den Amseleiern. Doch die Elstern tun es um zu überleben, Menschen sind oft rücksichtslos und gemein nur um sich einen Vorteil oder Macht zu verschaffen. Das ist eigentlich viel trauriger.
    Daher freue ich mich immer wenn Menschen freundlich zueinander sind und sich helfen, denn wir haben immer die Chance uns zu entscheiden.

    Liebe Grüße Jutta

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  6. Oh, das ist wirklich nicht schön. Kann man den armen Amseln nicht mit einem Nistkasten helfen. Ich kenne mich nicht so gut aus, aber die Elstern sind doch sicher noch größer und dürften dann in den Amselkasten nicht reinpassen, oder?

    Ich kann das wirklich gut verstehen. Sowas ist schlimm. Ich leide schon mit meiner Nachbarin, wenn deren Katzen mal abends nicht nach Hause finden und wir sie suchen.
    Hm, ich denke in der Tierwelt geht es noch rabiater zu,oder? Ich wurde letztens mit den Kinder im Auto ganz schlimm bedrängt von einem Mann, der nach einem schrecklichen Überholmanöver sogar gehalten hat, mitten auf der Straße und ausstieg. Ich wusste gar nicht, wie mir geschieht und hab erst angehalten (nachts, im Dunkeln), dann hab ich Angst bekommen und bin an ihm vorbeigerast, er hinterher und mich wieder schlimm geschnitten und ausgebremst. Das war wirklich einer der Elsterntypen, aber das ist mir das erste Mal passiert und immerhin, es gibt ja eine Polizei, die den Übergriff der Elsterlingen verhindert.;-)

    Ich denke, man kann doch viel tun, wenn man nicht zu viele Elsterlinge im Freundeskreis hat und sie generell etwas meidet.;-)

    Immer schön Nistkästen bauen... (oder Mauern gegen Elsterlinge)
    Liebe Grüße LOLO

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  7. Liebe Cornelia,
    wir haben hier auch viele Elstern und Krähen und ich mag sie auch nicht. Aber das ist nun mal Natur, auch wenn es hart ist. Manche Menschen sind da grausamer als diese Vögel die so handeln um zu überleben.
    Der Sonnenuntergang ist wunderschön!
    Liebe Grüße
    Gitti

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  8. Hm, in der Natur kommt mir alles sehr ausgewogen vor, wenn auch manchmal grausam. Meistens bringt der Mensch etwas durcheinander (z.B. einschiffen anderer Tierarten...). Naturforscher berichten ja auch (z. B. bei "Planet Erde"), wie schwer es ihnen fällt sich nicht einzumischen, das kann man durchaus nachvollziehen. Hoffentlich beweisen sich die Amseln als die scheinbar Schwächeren und nisten sich nochmals erfolgreich ein :O) Einen schönen Frühlingsanfang wünscht Raphaele

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  9. Liebe Cornelia
    Ja, solche Dinge tun mir auch weh.... Ich denke aber auch, dass es halt die Natur ist. Deine Krokusbilder sind Balsam für die Seele.... Bei uns war's nämlich in den vergangenen Tagen wie im November - neblig und trüb. Seit gestern regnet es wieder. Wo bleibt nur der Frühling?
    Eine glückliche Woche wünscht Dir Yvonne

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  10. Liebe Cornelia,
    ja, so ist das Leben....mir tut da auch immer weh, wenn ich sowas sehe, aber das ist nun mal der Lauf der Natur....
    Die Krokusbilder mit dne fleissigen Bienchen sind herrlich anzuschauen, jetzt geht es aufwärts mit dem Frühling :O)
    Ich wünsch Dir einen schönen und glücklichen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße Claudia ♥

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  11. Liebe Cornelia

    in unserem Innenhof brüten seit Jahren Amseln. Immer wieder mit dem gleichen Fleiß. Oft muss auch ich hilflos zusehen, wenn dann die Elstern auf dem Dach sitzen. Sie warten dort geduldig ab, bis die Vogeleltern ihre aufgepäppelten Jungen aus dem Nest schubsen müssen. Dann kommen die kleinen Amseln nicht schnell genug ins schützende Dickicht. Ähnlich wie bei den großen Schildkröten, die schnell ins Wasser müssen. Erstaunlicher Weise gibt die Natur nicht auf. Keine depressiven Amseleltern, keine resignierten Schildkröten..... da sind wir Menschen weit von weg.

    Liebe Grüße
    Ulrike

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  12. Die Natur ist für ns schon manchmal grausam . Muss aber leider sein , damit andere weiter leben können .
    Dafür wirst du von wunderschönen Krokussen verwöhnt .
    Liebe Grüße ,
    Christine

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  13. Das ist wirklich sehr traurig. Leider kann man da nicht helfen. Bei uns gibt es auch eine Menge Elstern, die auf der Lauer sind.....
    Deine Krokusbilder sind schön. Man kann fast das Gesumme der Bienen hören.
    Liebe Grüße Conni

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  14. Bei uns sind es die Katzen, die allem den Garaus machen - Fische, Eidechsen, Vögel, auch vor Eichhörnchen machen sie keinen Halt.. Vor Jahren haben wir eine Amsel in unsrer Thujahecke beobachtet, wie das Nest gebaut wurde, Eier gelegt wurden, die Jungen kamen - alles so schön zu beobachten. In einer Nacht gerade beim Morgengrauen hörten wir ein schlimmes Vogelgezeter und wir wußten, dass da eine Katze ist, denn in diesem Ton hat die Amsel immer geschrien, wenn sie da war. Wir sind aufgestanden und haben sie verjagt, aber am nächsten Morgen waren alle Jungen weg, die Amselmutter lag auch tot im Garten. Das hat uns auch sehr leid getan. Aber so ist das Leben, und nicht nur bei den Tieren...

    LG Sabine

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  15. Ach, liebe Cornelia, Du findest immer so schöne Sprüche. Ich war am Wochenende ein "wenig" im Familienstress und da kommt natürlich so ein schöner ZEN-Spruch wie gerufen. Sobald ich wieder ein wenig "Luft" habe, melde ich mich bei Dir.
    Bis dahin sei ganz liebevoll gegrüßt von Deiner Anja

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  16. Liebe Cornelia,

    ich bedauere das immer sehr. Auch wenn man sich sagt, dass die Natur ist, stimmt es einen traurig. Ich hoffe, die Amseln bei euch und auch die bei uns im Garten bauen irgendwo ein geschützteres Nest für ihren Nachwuchs. Am Futternapf von Herrn Schwanenweiß wissen sie sich stets durchzusetzen.

    Übrigens die Stickarbeiten aus dem letzten Post sind genau richtig für die aufkommende Frühlingslaune.

    Herzliche Grüße

    Anke

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    1. GENAU SO IST ES eLSTERN UND NOCH SCHLIMMER DIE VIELEN VIELEN kRÄHEN, DIE FRESSEN HIER ALL DIE SÜẞEN eNTENKÜKEN, WIR HABEN UNENDLICH VIELE kRÄHEN, mUTTER eNTE HAT KEINE cHANCE...gruselig
      den Rest besorgen nachbars Katzen, traurige Vogelwelt nur die Schwalben, die haben Glück....

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  17. Oh, das tut mir aber auch leid für die Amseln. Bei uns war das auch mal genauso. Die doofen Elstern, vor denen ist nichts sicher. Schade.
    Liebe Grüße Annerose

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  18. Hallo Cornelia,
    bei uns brütet ein Taubenpärchen unter dem Dach, auf dem Balken vom vorgezogenen Eingang. Ich kann sie so schön vom schlafzimmer aus sehen.
    Heute war eine Elster da und die Täubchen waren außer Rand und Band. Ich wußte gar nicht, dass sich Tauben dann so viel und laut miteinander "unterhalten". Die Elster haben sie verjagt uns damit kehrte dann Ruhe ein. Bin schon neugierig, ob sie ein oder zwei Taubenkinder haben.
    LG Susi

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