Samstag, 11. April 2009

Kleiner Seemann in großer Not

So hatte sich Oskar das eigentlich nicht vorgestellt, als er eines schönen Tages das Licht der Welt erblickte.

Inmitten seiner Theaterleute fühlte er sich doch eigentlich pudelwohl und so manches lustige Spielchen wurde mit all den lieblichen Blumendamen gespielt. War Susanne etwa böse auf ihn, dass sie ihn einfach eines Tages in diese pinkfarbene Schachtel steckte (pink, mußte das sein, das war doch eines Seemannes nicht würdig) und einfach so rheinabwärts schickte, fort, in die weite Welt?

Ein Glück, dass er Jule, die kleine Möwe mitnehmen durfte, alles ging ja so schnell, in letzter Not hatte er sein Hütchen noch aufgesetzt und dann klappte diese Schachtel auch schon zu!







schrecklich, diese Behausung, er kam sich vor wie Jona im Walfisch.





Endlich kam er an, und wurde ganz ungeduldig, aber dennoch vorsichtig aus seinem Behältnis geholt und in eine richtige Meereslandschaft gestellt.

Aber was war denn das, oh Schreck oh Graus, wo war er denn da hingeraten?
Nicht nur, dass die Herrin des neuen Zuhauses einen Leuchtturm- Sammelwahn zu haben schien, Nein, auch einen Seeigel- Tick hatte sie, und was für einen:
Überall in dieser Meereslandschaft waren übermenschlich riesige Seeigel aufgebaut, zwischen die Oskarchen einfach so reingepackt wurde.












Autsch, der eine wollte ihn schon stechen. Das gefiel ihm gar nicht. Jule war auch ganz verwirrt.


Und dann kam es noch dicker:



Drei mächtige Seeleute umringten ihn, das schmächtige Kerlchen, und lachten ihn auch noch aus. Aus der Bretagne kämen sie, also richtige Franzosen, polterten sie los- er verstand sie kaum- ach er wußte, dass er als kleiner Schiffsmaat einen schweren Stand haben würde.

Und dann diese Muscheln überall, ach je, könnte er doch lieber wieder zu seinen Theaterkollegen zurück!

Doch es nahte Rettung:

Ein liebes Seesternchen aus der Zwergenwelt näherte sich und nahm ihn tröstend in die Arme. "Komm, Kleiner" , sagte das Seesternchen liebevoll, "komm zu mir, hier ist es alles ganz harmlos, die Franzosen tun dir nichts, und wenn du es in der Meereswelt nicht mehr aushältst, dann komm mit mir zu den Zwergen, da ist es kuschlig und gemütlich!"







Da fasste Oskar doch Vertrauen in seine neue Heimat, entspannte sich und freute sich auf den ersten Abend zwischen Seeigeln, Muscheln, Korallen, Leuchttürmen, Seesternen und kleinen Segelbooten. So schlecht war es nämlich nicht!

Er würde Susanne eine Postkarte schreiben, damit sie sich keine Sorgen machte, es war dann doch alles nicht so schlimm!

Und falls sie zufällig hier mal schauen würde, könnte sie auch sehen, dass er zumindest schon eine Freundin gefunden hatte! Hallo, liebe Susanne, siehst du mich? Huhu, es geht mir gut! Grüße all die Anderen! Es ist alles ok!!!♥♥♥

Kommentare:

  1. Was für ein süßes Kerlchen, dieser Oskar. Ich bin mir ganz sicher, dass er sich bei dir wohlfühlen wird, liebe Cornelia.
    Die Geschichte dazu ist einfach zauberhaft.
    Ich wünsche dir ein wundervoll schönes sonniges Osterfest.
    Liebe Grüße
    Gertrud

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  2. Herrlich !!!!!!Was für eine obsüße Bildergeschichte !Herzliche Grüße an Oskar und dich :o)!♥

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  3. hihi...in was für charmantes und lustiges Seemannsgarn ist Oskar denn da eingesponnen worden ;-)?! Ne ne...so wie ich ihn kenne, gefällt ihm das ausserordentlich gut und so ein süßes Seesternchen als neue Freundin...da wird er seinen Geburtsort bald vergessen haben ;-). Ich gönne ihm aber von Herzen seine neue Heimat...da kann man sich ja nur wohlfühlen!!!
    Liebste Grüße
    Susanne

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  4. Beim Klabautermann, was für eine schöne Geschichte! Ich wünsche dem Leichtmatrosen Oskar und seiner Möwe Jule viele aufregende Abenteuer in seiner neuen Heimat.

    Herzliche Grüße
    Tina

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  5. Noch immer höre und lese ich gerne Geschichten. Lieben Dank und viele Grüsse
    an Oskar.
    Barbara

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